Tuesday, 16. december 2008
2
16
/12
/Dez.
/2008
18:23
In der nächsten Zeit wird eine neue Serie an Artikeln veröffentlicht, in der näher auf die Freizeit und das Leben hinter den Kulissen der DVP eingegangen wird. Auch die Granden der Partei haben ein
Privatleben, Ausschnitte davon gibt es zu sehen in der neuen Artikelserie:
"Freizeit bei der DVP".
1. Teil: Pokerabend
In der Öffentlichkeit immer seriös und sachlich, geht es bei der DVP am Abend in der Parteizentrale eher derbe zu. Der neu gebaute Gebäudetrakt, der nur zur Freizeit dient, wird bereits jetzt kurz
nach der Einweihung exzessiv genutzt.
So auch am Abend des dritten Advents, als sich die gesamten Parteigrößen zum Pokerabend trafen.
Gegen 19:00 trafen bereits die ersten ein, Jerry Springer und Marzel kommen wie sooft umweltschonend zusammen in Jerrys Auto und bereiteten schon einmal die DVP-Lounge zum Spieleabend vor, bzw.
ließen vorbereiten.
Patrick von Bayern kam kurze Zeit später aus dem Landtag in München, der vielbeschäftigte stellv Landtagspräsident wollte an diesem Abend seine sonst erzwungene Neutralität lassen und kräftig auf
den Putz hauen - bereits auf dem Parteitag gab er sich mit Hermann Ritter dem Alkohol hin. Kurze Zeit später folgte der Youngstar Alexander Muhr, zum ersten mal dabei beim regelmäßigem Feiern.
Hermann Ritter wollte eigentlich auch pünktlich um 19:30 kommen, damit man um 20:00 anfangen konnte, aber wie auch sonst war er es, der aus der Reihe tanzte und sich erst um 20:30 mit seinem BMW
vorfahren ließ - Ganz seinem Outfit (eine eher bonzig wirkende Uniform:D) entsprechend von einem Chauffeur. Er hätte noch wichtigere Dinge im Bundestag zu tun gehabt - jeder wusste, dass er es
einfach verpennt hatte, aber gut, man wollte schließlich nicht in Konflikt geraten, man weiß, dass das bei ihm schon öfters mit Haftstrafen endete.
So begann man um 21:00 mit dem Pokerabend, die Jetons waren verteilt, die Sitzordnung ausgemacht und die Sprüche geklopft. Die ersten Runden verliefen ereignislos, aber man merkte, dass auch beim
Spiel die typischen Charakteristika der Politiker zur Schau kamen: So war Ritter so unglaublich von sich selbst überzeugt, dass er aus Leichtsinn die Hälfte seines Vermögens an Jerry Springer
verlor. Patrick von Bayern erging es ebenso, nur dass er es an den mit striktem Pokerface spielenden Marzel verlor. Scheinbar zeigte sich auch hier die hohe Emotionalität der bayrischen
Fraktion.

Als Springer auf die Toilette musste,
holte sich GenSek Ritter seine Jetons zurück, der enge Freund Springers Marzel wurde mit einem Teil davon bestochen und die anderen beiden hörten ohnehin Hermann Ritter aufs Wort, sodass es am Ende
auch Springer selbst nicht merkte. Nach drei Stunden Zocken wollte man den Abend mit einem richtigen Paukenschlag beenden und Typisch wie immer, hatte Marzel die phänomenale Idee, einen Kasten
Jever aus dem parteieigenen Bierkeller zu holen. Wenn es nach dem geht, was die Granden so von sich ließen, so müsste Jerry Springer nach einem Kasten Bier, Alex Muhr nach einem Fass Wein und
Hermann Ritter nach dem gesamten Biervolumen des Münchner Oktoberfests noch Auto fahren können. Dem war nicht so, die drei waren die ersten, die besoffen entweder im Whirlpool (Ritter, Muhr) oder
auf dem Pokertisch (Springer) lagen, wohingegen sich Marzel und Patrick von Bayern über das Melkverhalten von südecuadorischen Kühen unterhielten - Im Rausch interessiert einen soetwas
anscheinend.
Alles in allem war es ein erfolgreicher Abend, Springer und Marzel ließen sich von ihren Frauen abholen, Ritter nahm in seiner voluminösen BMW-Kutsche Muhr und von Bayern in die bayrische Heimat
der drei mit. Der Chauffeur hätte sich ein Vermögen verdienen können, hätte er von der Rückbank Fotos geschossen.